Sapa - Ein Paradies ethnischer Kultur

 

Über den Wolken (auf 1600 Meter Höhe) im Norden Vietnams liegen die bunten, malerischen Dörfer ethnischer Völker von Sapa. Vollgepackt mit wunderschöner Natur und Kultur war Sapa in den vergangenen 100 Jahren der ideale Erholungsort, für vietnamesische Stadtbewohner genauso wie für internationale Reisende. 

 



Sapa liegt im Hoang-Lien-Son-Gebirge, auch bekannt unter dem Namen ‘Tonkinesische Alpen’. Im Südwesten von Sapa steht der Berg Fansipan, das "Dach von Indochina". Das Muong-Hoa-Tal liegt zwischen dem Städtchen und dem Berg eingeklemmt. Dieses Tal ist ein herrliches Mosaik von Reisfeldterrassen, ein vertrautes Bild in dieser "Stadt der Nebel".


Sapa ist ein Paradies, um die Kultur der vietnamesischen Bergstämme zu entdecken. Von den 36.000 Bewohnern gehören 52% dem Hmong-Volk an,  25% sind Dao, 5% Tay, und 2% Giay. Diese ethnische Minderheitenvölker pflegen immer noch ihre traditionelle Kultur, einschließlich deren Werte, Bräuche, Glauben, Kunst und Trachten.

 



Sapa war ursprünglich die Heimat der H'Mong-, Dao-, Tay- und Giay-Völker. Seine spektakuläre Szenerie wurde in den 1880er Jahren von der Franzosen entdeckt. Im Jahre 1891 wurde Sapa offiziell in die Kolonie integriert und diente als Verteidigungstor für die Nordwest-Region.


Beeindruckt von der Natur und dem angenehmen Klima machte das Kolonialregime Sapa bald zu einem Ferienort mit Kirche, Sanatorien und Luxusvillen. Sapa begrüßt mittlerweile einen Zustrom von Touristen, die sich von der magischen Schönheit und entspannten Atmosphäre angezogen fühlen.


Von Hanoi folgten wir einer Gruppe von Franzosen, die es kaum erwarten konnte, Sapa zu entdecken. Wir erreichten Lao Cai um 6 Uhr in der Frühe, und nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in Sapa an. Es war immer noch früh, ein guter Zeitpunkt also, um den lokalen Markt von Sapa zu entdecken! 

 

 
Die Marktstände waren gefüllt mit Obst und Gemüse aus der Region. Unter anderem zu finden sind hier: Bananenblüten (ausgezeichnet in Salaten), Mangos, Granatäpfel, Rambutan (eine Art Litschi) und Kastanien. Im Erdgeschoss der Markthalle befinden sich eine Reihe von belebten Restaurants: kleine Plastiktische und -Hocker wurden hier aufgestellt, daneben arbeiten geschäftige Köche, und Gäste schöpfen die letzten Tropfen aus ihren Schüsseln. 

 

Der Textilmarkt befindet sich auf der ersten Etage. Hier gibt es traditionelle Kleidung, hergestellt durch die ethnischen Minderheiten. Die Stoffe werden von den H'mong-Frauen gesponnen, gewebt und gefärbt. Anschließend sticken sie breite Streifen und Blumenornamente in Handarbeit. Daraus entstehen bunte, hübsche Kleider, Taschen und Decken.


Oft sahen wir Frauen, die an ihren Ständen stickten und gleichzeitig Verkaufspreise verhandelten. Dem lokalen Markt stehen zahlreiche Angebote von geringer Qualität und zu Niedrigpreisen aus China gegenüber.
 

 

In den Straßen von Sapa sieht man oft H’mong-Frauen beim Gehen Hanf weben – nur keine Zeit verschwenden! Die meisten haben von Indigo gefärbte Hände.

 


Reisetipp: Die beste Zeit, um Sapa zu besuchen

Sapa genießt Gebirgsklima mit einem subtropischen Sommer und einen kalten Winter. Die Temperaturen steigen ein bisschen im Juni und Juli (Maximum: 29 °C) und fallen stark von Januar bis Februar (Minimum: -0,3 ° C). Manchmal fällt auch Schnee in Sapa.


Im Sommer wechselt das Wetter in Sapa so häufig und schnell, dass Sie möglicherweise unterschiedliche Jahreszeiten in nur einem Tag zu erleben. Im Winter kann es neblig und kühl werden, vor allem nachts und am frühen Morgen. Die Regenzeit dauert von Mai bis September, die schwersten Regen fallen im August.


Die beste Zeit, um Sapa zu besuchen, ist zwischen März und Mai oder von Oktober bis Anfang Dezember. Während dieser Zeit ist es angenehm sonnig oder bewölkt und trocken, was die besten Voraussetzungen für Trekking bietet.


Nach Sapa gelangen Sie am einfachsten und angenehmsten per Nachtzug von Hanoi nach Lao Cai, und am Bahnhof von Lao Cai nehmen Sie einen Shuttle-Bus bis Sapa.